Weihnachtsbäckerei: Die besten & Tricks für’s Plätzchen backen

Adventszeit ist Plätzchenzeit. Mit dem Plätzchen backen verbinden die meisten Erwachsenen eine schöne Kindheitserinnerung. Der weihnachtlicher Duft, der sich im ganzen Haus verbreitet hat, der Spaß beim Ausstehen der Formen und im Hintergrund leise Weihnachtslieder.

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact backen 77% der Deutschen ihre Weihnachtsplätzchen selbst. Vor allem mit Kindern macht das Backen besonders viel Spaß und gehört für Viele zum Advents-Ritual dazu. Dabei gibt es so manche Fallstricke, die es zu vermeiden gilt. Wir verraten Ihnen die besten Tipps & Tricks für eine gelungene Weihnachtsbäckerei.

Die Geschichte des Plätzchen backen:


Die Geschichte reicht zurück bis zu den Kelten, die aus zermahlenen Getreidekörnern und Honig auf heißen Steinen flache Fladen backten um die Wintersonnenwende zu feiern. Die Fladen stellte eine Opfergabe an den Gott der Naturgewalten dar um böse Geistern und Dämonen von ihnen fern zu halten.

Im Mittelalter übernahmen Mönche und Nonnen die Tradition backten Weihnachtsbrote um die Geburt Jesus Christus zu feiern. Da die Zutaten sehr teuer waren, konnten es sich nur die Klöster leisten. Vermutlich wurden die die Brote an die Armen verteilt und/oder an die Kirchhänger nach dem Gottesdienst. Im Laufe der Zeit verfeinerten die Klöster die Backwaren bis sie schließlich zu süßem Gebäck wurden.

Um 1850 erreichte die Backtradition von England das europäische Festland. Die Briten reichten schon früher zum Nachmittags-Tee süßes Gebäck. Durch die Seefahrt verbreitete sich dieser Brauch und vor allem Österreich und Böhmen entwickelte die heute so beliebten Vanillekipferl und Spitzbuben.

Die beliebtesten Plätzchen der Deutschen:

Mit 57% führen Ausstechplätzchen auf Platz die Liste der beliebtesten Plätzchensorten an. Auf Platz 2 folgen Vanillekipferl. Den Teig mit der Puderzucker-Schicht obendrauf zu backen ist zeitaufwendig und die Bruchgefahr ist hier besonders groß. Die Bronzemedaille holen sich der Umfrage zufolge Mürbeteig-Plätzchen, wie z. B. die Spitzbuben.

Die besten Tipps für’s Plätzchen backen:

An sich ist Plätzchen backen nicht schwer, trotzdem gibt es eine Tücken. Wir verraten Ihnen die besten Tipps, damit Ihre Weihnachtsbäckerei rundum gelingt.

1. Teig nicht als Kugel in den Kühlschrank!

Legen Sie den Teig nach der Verabeitung 1 Stunde flach in den Kühlschrank. Wenn Sie den Teig zu einer Kugel formen, wird im schlimmsten Fall das Innere gar nicht gekühlt.

2. Teig zu fettig? Kein Mehl auf den Teig oder das Nudelholz geben!

Viele kämpfen mit dem Problem, dass der Teig am Nudelholz kleben bleibt. Dies lässt sich ganz einfach verhindern, in dem Sie auf den Teig Backpapier oder Butterbrotpapier legen und mit dem Nudelholz auf dem Backpapier den Teig ausrollen. Geben Sie kein Mehl auf den Teig, da die Plätzchen dadurch leichter anbrennen und der Teig wird trocken.

3. Das richtige Mehl verwenden!

Für den Plätzchenteig eignet sich am Besten Weizenmehl der Type 405. Für Stollenteig verwenden Sie Weizenmehl der Type 550. Die Type ist immer deutlich auf der Mehl-Verpackung aufgedruckt.

4. Eiweiß leichter steif schlagen!

Eier trennen ist eine schwere Sache. Trotz Sorgfalt kann es vorkommen, daß sich ein wenig Eigelb in das Eiklar verirrt und sich der Eischnee nicht steif schlagen lässt. Geben Sie deswegen eine Prise Salz dazu. Dies beschleunigt die Gerinnung.

5. Die richtige Temperatur beachten!

Als ideale Backtemperatur empfiehlt sich 180° bei Ober- und Unterhitze. Bleiben Sie während des Backvorgangs in der Küche und kontrollieren Sie zwischendurch den Bräunungsgrad.
Extra Tipp 1: den Backofen vorheizen!
Extra Tipp 2: anstatt das Backblech einzufetten verwenden Sie Backpapier.

6. Die richtige Backzeit beachten!

Die Backzeit-Angaben in Rezepten sind als Richtwerte zu verstehen, deswegen die Plätzchen gut im Auge behalten! Stellen Sie sich immer eine Uhr und kontrollieren Sie die Plätzchen 2-3 Minuten vorher! Auch beim Nachbacken sollten Sie sich eine Uhr stellen.

7. Vanillekipferl richtig backen!

Gerade Vanillekipferl verbrennen sehr leicht im Ofen, weil wir den falschen Maßstab für „fertig gebacken“ haben. Für Vanillekipferl gilt: haben die Spitzen, die dünner sind als der Rest, ein wenig Farbe abbekommen, sind die Kipferl fertig. Kontrollieren kann man dies noch zusätzlich, in dem Sie versuchen, die Kipferl vorsichtig mit einem Messer auf dem Backpapier zu verschieben. Nur wenn sich die Vanillekipferl mühelos bewegen lassen, sind sie fertig gebacken.

Wichtig ist das gleichmäßige Gewicht. Wenn die Plätzchen unterschiedlich schwer sind, ist die Backzeit ebenfalls unterschiedlich. Bei 11-12 Gramm benötigen die Vanillekipferl 11-12 Minuten bei 180° C Umluft, bei 14 Gramm verlängert sich die Backzeit um 3-4 Minuten.

8. Die richtige Lagerung!

Die ausgekühlten Plätzchen lagern Sie in einer Luftdichten Dose. Dies kann entweder eine Plastikdose sein, oder eine luftdicht verschlossene Blachdose.
Extra Tipp: legen Sie zwischen Blechdose und Deckel Backpapier. So bleiben die Plätzchen länger frisch.

ATG Plätzchen backenAllgemein sei gesagt, daß ein gut funktionierender Ofen Grundvoraussetzung für gelungene Plätzchen ist. Wenn Ihr Ofen nicht gleichmäßig backt, drehen Sie nach der Hälfte das Backblech – die Blechseite, die am hintern Rand des Ofens war, soll jetzt vorne sein.

Wir wünschen Ihnen Gutes Gelingen und Guten Appetit!
-Roland Limke-

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